Ein Migräneanfall ist meist spätestens nach drei Tagen vorbei.1 In einigen Fällen können Menschen mit Migräne sich auch länger nicht in der Lage fühlen zu arbeiten. Dann gibt es einiges zu beachten.

Nach drei Tagen Abwesenheit durch Krankheit müssen Sie ein ärztliches Attest (Krankschreibung) bei Arbeitgeber vorlegen. Das heißt die Krankschreibung muss spätestens am vierten Tag in der Früh beim Arbeitgeber sein.2 Allerdings kann der Arbeitgeber die Vorlage eines ärztlichen Attests auch schon ab dem ersten Krankheitstag verlangen. Dies liegt allein in seinem Ermessen und ist manchmal abweichend zur 3-Tage-Regelung in Arbeitsverträgen festgelegt.

Liegt der Verdacht der missbräuchlichen Krankmeldung vor, können einzelne Mitarbeiter zur Vorlage eines Attests bereits ab dem ersten Krankheitstag aufgefordert werden, selbst wenn dies nicht für Kollegen gilt. Wer an Migräne leidet, kann in bestimmten Situationen – wie langen Stressphasen – durch Migräneattacken häufiger nicht in der Lage sein zu arbeiten. Sprechen Sie dann am besten mit Ihrem Arbeitgeber und erklären Sie die Situation. Dann können Sie gemeinsam einen Weg finden, damit umzugehen.

Wann droht eine Abmahnung?

Die Vorlage eines ärztlichen Attests nach drei Tagen oder einer verkürzten vereinbarter Zeit ist Pflicht. Ein Verstoß dagegen berechtigt den Arbeitgeber zur Abmahnung und im Wiederholungsfall sogar zur Kündigung.

Referenzen:

  1. https://flexikon.doccheck.com/de/Migräne (letzter Zugriff: 31.07.2019)
  2. https://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/__5.html (letzter Zugriff: 31.07.2019)

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